Volkssolidarität


Brandenburg

Wir sind eine wachsende Gruppe

Zum Internationalen Tag des älteren Menschen

Anlässlich des Internationalen Tages des älteren Menschen am 1. Oktober sagte Bettina Fortunato, Verbandsratsvorsitzende der Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e. V.: "Dieser Tag, der weltweit seit 1990 begangen wird, ist für uns Anlass, auf die vielfach schwierige Lage älterer Menschen in Brandenburg hinzuweisen. Die meisten von ihnen haben Jahrzehnte ihres Lebens fleißig gearbeitet und zum Wohlstand beigetragen, der heute in unserem Land herrscht. Nicht wenige jedoch werden mit so niedrigen Renten abgefunden, dass sie ihnen eben kein Leben in Würde gestatten. In den vergangenen Jahren hat die Zahl derer zugenommen, die auch im Rentenalter noch Geld hinzuverdienen müssen, weil ihre Rente nicht ausreicht. Mietsteigerungen belasten das ohnehin geringe Salär älterer Menschen weiter. Mit Hilfsanträgen bei den Behörden sind sie oft überfordert. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, die Forderung zu erneuern, dass allen Senioren eine auskömmliche Altersversorgung zugestanden werden muss.

Heute ist jeder fünfte Brandenburger im Altersruhestand. In 20 Jahren werden es 40 Prozent sein, geben die Prognosen bekannt. Laut der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes wird es im Jahr 2060 fast so viele 80-Jährige und Ältere geben wie unter 20-Jährige. Für Wirtschaft und Gesellschaft ist diese Situation eine Herausforderung. Immer wichtiger werden deshalb die betriebliche Gesundheitsförderung für ältere Arbeitnehmer und deren Integration in die Arbeitswelt. Ältere Menschen sind eine wachsende Gruppe in der Gesellschaft und sie erhalten dadurch auch politisch mehr Gewicht. Es darf nicht dazu kommen, dass die Interessen der jüngeren Menschen gegen die der älteren ausgespielt werden oder umgekehrt. Am Platze ist vielmehr die Solidarität der Generationen miteinander.

Erfreulich ist, dass immer mehr Menschen älter werden und auch, dass sie das vielfach in guter körperlicher und geistiger Verfassung erleben. Damit die Menschen auch im vorgerückten Alter eine möglichst hohe Lebensqualität genießen können, sind spezielle Maßnahmen zur Prävention und verbesserten Versorgung wichtig. Das muss die Landespolitik auch in Brandenburg beherzigen. Dennoch bleibt das Problem der Einsamkeit und Abgeschiedenheit, in der viele Menschen die letzten Jahre ihres Lebens verbringen müssen.  Leider hat die Corona-Pandemie dieses Problem noch verschärft. Hier appelliere ich an einstige Kollegen und Nachbarn: Reden sie mit den Menschen an ihrer Seite und helfen Sie ihnen. Vergessen Sie bitte nicht, dass auch Sie einmal in die Lage kommen können, in der Sie Hilfe benötigen.