Volkssolidarität


Brandenburg

Gutes Ergebnis auch im Corona-Jahr

VS-Spendensammlung 2020 erbrachte 156.000 Euro

Trotz eingeschränkter Möglichkeiten durch die Corona-Pandemie hat die Spendensammlung der Volkssolidarität im vergangenen Jahr wieder ein respektables Ergebnis erbracht. Wie die Verbandsratsvorsitzende der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. Bettina Fortunato mitteilte, haben fleißige Sammlerinnen und Sammler fast 156.000 Euro für wohltätige Zwecke eingeworben.

Bei der Spendensammlung, die seit 1947 durchgeführt wird, gehen ehrenamtliche Sammler, legitimiert mit einem VS-Ausweis, von Tür zu Tür, um möglichst viele Spenden für die Unterstützung von Bedürftigen zu erhalten. In den Verbandsbereichen und Kreisverbänden der Volkssolidarität wurden konkrete wohltätige Projekte benannt, denen das Geld zugutekommt.

Wie in jedem Jahr  sollten auch 2020 die Monate März und April die Zeit der landesweiten VS-Spendensammlung sein. Die Referentin Mitgliederverband des Landesverbandes Sylvia Grande teilte dazu mit, dass die Corona-Einschränkungen dies weitgehend verhindert hätten. Es galt, jeglichen zwischenmenschlichen Kontakt zu fremden Personen zu  vermeiden. Daher hatte der Verbandsrat einen erweiterten Sammlungszeitraum bis Dezember beschlossen. Die auf diese Weise eingeworbenen rund 156.000 Euro nannte sie ein beachtliches Ergebnis. Allen Spenderinnen und Spendern sei genauso herzlich gedankt wie den Sammlerinnen und Sammlern. Laut Grande wird sich die Volkssolidarität auch im laufenden Jahr wieder auf diesen Weg machen. Geplant ist eine Spendensammlung in den Monaten Mai und Juni. Die Spenden kommen sozialen Projekten aber auch den VS-Begegnungsstätten zugute. „Unserer Betreuten wissen jetzt schon viele Unterstützer an ihrer Seite.“

 

Wie Verbandsratsvorsitzende Fortunato dazu anmerkte, beschwert und belastet die im Land anzutreffende soziale Ungerechtigkeit immer mehr Menschen, weil sie von Armut bedroht oder bereits betroffen sind. "Allein in Brandenburg leidet darunter laut einer Studie jeder fünfte erwachsene Mensch." Damit verbunden sei, dass die Betroffenen kaum am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen können, sich ausgegrenzt fühlen und sich vielfach in die Einsamkeit zurückziehen.

Die märkische Volkssolidarität hat fast 29.000 Mitglieder und  unterhält Treffs und Begegnungsstätten, in denen jährlich rund 12.000 Veranstaltungen stattfinden. Darunter sind Vorträge zur Gesunderhaltung und zu Rechtsfragen, Foren mit Politikern sowie Ausflüge und gesellige Beisammensein. Von den sozialen Diensten und Einrichtungen der Volkssolidarität werden täglich ca. 9.000 Menschen betreut, darunter 2.300 Kinder. Der Mitgliederverband ist in mehr als 665 Ortsgruppen unterteilt.  Rund 3.800 Mitgliedern des Landesverbandes der Volkssolidarität sind im Ehrenamt tätig, vollbringen in der Nachbarschaftshilfe, der Rentenberatung, bei der Betreuung von Demenzkranken wichtige Leistungen. Fortunato: "Auch um ihr Wirken für die Gemeinschaft zu unterstützen, sind Spenden nötig." Getreu den Gründungswerten der Volkssolidarität: sozial, solidarisch, humanistisch, demokratisch, antifaschistisch und tolerant.

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