Volkssolidarität


Brandenburg

In Corona-Zeiten: Schutz für Pfleger und Gepflegte

Interview mit Andreas Heil, Vorstandsmitglied Pflege der VS Brandenburg

Herr Heil, müssen Menschen, die gepflegt werden, ihre Angehörigen aber auch Pflegefachkräfte jetzt Angst haben, Angst vielleicht sogar vor der Pflege-Handlung selbst?

Andreas Heil. Da rate ich zur Sachlichkeit aber auch zur Vorsicht. In vielen Fällen verläuft eine Infektion mit dem Corona-Virus ohne Symptome oder mit leichten grippeähnlichen Symptomen. Sicher ist aber auch, dass pflegebedürftige Menschen zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören. Bei ihnen kann das Virus zu einer Lungenentzündung führen. Aus diesem Grund empfehlen wir den Frauen und Männern, die gepflegt werden, ihren Angehörigen sowie auch den Pflegefachkräften Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Worin bestehen die wichtigsten?

Andreas Heil: Zu den Maßnahmen der Vorbeuge gehört, dass der unmittelbare Körperkontakt mit anderen Menschen möglichst vermieden wird. Es ist geraten, einen Sicherheitsabstand von 1 bis 2 Metern einzuhalten. Bevor man als Angehöriger zu einer pflegebedürftigen Person geht, sollten die Hände 30 Sekunden lang mit Seite und gründlich gewaschen werden. Das Gleiche gilt für die pflegebedürftige Person vor dem Essen und  nachdem sie Kontakt zu anderen Menschen hatte.

Foto: Andreas Heil

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Mit wachsendem politischen Gewicht

Zum Internationalen Tag des älteren Menschen am 1. Oktober

Zu den erfreulichen Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte gehört die gestiegene Lebenserwartung der Deutschen. Im Durchschnitt werden Menschen - Frauen wie Männer - heute deutlich älter als ihre Eltern oder Großeltern. Der Internationale Tag des älteren Menschen ist eine gute Gelegenheit, an diese positive Entwicklung zu erinnern. Sie beweist, dass das Altern heute unter Bedingungen erfolgt, die gesünder und zuträglicher sind als noch vor Jahrzehnten. Erwiesen ist ferner, dass Menschen nicht allein länger leben, sondern sie auch länger gesünder altern als die Generationen davor. Sie fühlen sich also länger uneingeschränkt und können das Leben genießen. Alte Menschen profitieren darüber hinaus ganz unmittelbar von den  großen Fortschritten, die in der jüngsten Vergangenheit die Medizin leistungsfähiger gemacht haben. Seniorinnen und Senioren bilden eine wachsende Gruppe in der Gesellschaft. Ihr politisches Gewicht nimmt dadurch zu.

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Traditionelle Verantwortung - verantwortliche Tradition

Volkssolidarität in Brandenburg startet Spendensammlung 2021

Der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. beginnt am 1. September 2021 seine traditionelle Spendensammlung, die bis zum 31. Oktober 2021 andauern wird. Erneut gehen ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler in ihren Regionen - unter Beachtung der gegenwärtigen Corona-Schutzanforderungen - von Tür zu Tür, um möglichst viele Spenden für die Unterstützung von sozialen Projekten zu erhalten. Sie sind mit einem Ausweis und einer Sammelliste der Volkssolidarität ausgestattet. Seit 1947 führt die Volkssolidarität alljährlich ihre Spendensammlung durch. Mit den Spenden kann der Sozial- und Wohlfahrtsverband vor allem Angebote und Projekte für Kinder, Jugendliche, Senioren, Familien und sozial benachteiligte Menschen im Land Brandenburg finanzieren. Dazu gehören zum einen wohltätige Einrichtungen wie beispielsweise das Soziale Zentrum in Potsdam, das täglich für obdachlose oder von Armut betroffene Menschen kostenfreie Mahlzeiten, eine Kleiderkammer und Sanitärräume bereitstellt. Zum anderen werden mit den Spenden auch unter anderem die landesweiten Begegnungsstätten unterstützt, in denen vorwiegend Ältere zueinander finden, gemeinsame Erlebnisse haben oder sich sportlich oder künstlerisch betätigen können.

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Über sich selbst hinauswachsen

Volkssolidarität nahm am AOK Firmenlauf in Potsdam teil

Vor der großartigen Kulisse des Neuen Palais in Potsdam fand mit viel guter Laune der diesjährige AOK Firmenlauf statt. Mit dabei: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Verbandsbereich Mittelmark des Volkssolidarität Landesverbandes Brandenburg e. V. 15 Läufer*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Kita- und Horteinrichtung „Zauberwald“ gingen für die Volkssolidarität an den Start. Darunter war auch Dirk Brigmann, Geschäftsführer des Verbandsbereiches Mittelmark. „Ich freue mich, dass so viele Kolleginnen und Kollegen zugesagt haben“, sagte er. Der Teamgeist war spürbar an diesem Abend und die Motivation hoch. Selbst Mitarbeiter*innen, die vorher noch nie an einem Wettlauf teilgenommen hatten, waren dabei. Familien, Freunde und Kolleg*innen feuerten zusätzlich das Team der Volkssolidarität vom Seitenstreifen aus an.

 

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Sozialpolitik im Wettstreit

Bundestagswahl: Podiumsdiskussion der Volkssolidarität in Oberhavel

Oranienburg | Selten war die Politik des Bundestages so greifbar wie am Mittwoch, den 11. August in Oranienburg: Die Direktkandidat*innen von CDU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen nahmen Stellung zu den Forderungen der Volkssolidarität zur  Bundestagswahl am 26. September. Es kam zu lebhaften Debatten zwischen den Eingeladenen, die ihre Positionen vor den Mitgliedern des Sozialverbandes VS im Regine-Hildebrandt-Haus klar aufzeigten. Eingeladen hatte der Geschäftsführer des Volkssolidarität Verbandsbereiches Oberhavel-Uckermark, Paul Redel. “Als Interessensvertretung hat die Volkssolidarität einen klaren Auftrag“, erklärte er. „Wir stehen für die Anliegen unserer Mitglieder ein und sind ihr Sprachrohr gegenüber der Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Daher haben wir zur Bundestagswahl zentrale, sozialpolitische Forderungen formuliert und wollen wissen, wie sich die verschiedenen Parteien dazu positionieren“.

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In der Zeit des Erwachens

Neues Mitgliedermagazin "Zwischen Lausitz und Uckermark" erschienen

Pünktlich mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen auf verschiedenen Gebieten ist sie erschienen: die Sommerausgabe des Mitgliedermagazins "Zwischen Lausitz und Uckermark" der brandenburgischen Volkssolidarität. Natürlich durfte darin nicht fehlen,  wie inständig und hartnäckig unser Sozial- und Wohlfahrtsverband auch in dieser lang andauernden Krisenzeit bemüht war, seinem Motto "Miteinander-Füreinander" gerecht zu werden. "Wir atmen auf und atmen durch" steht über dem Grußwort unserer Verbandsratsvorsitzenden Bettina Fortunato: "Ob haupt- oder ehrenamtlich in unserer Volkssolidarität unterwegs - immer gehörte eine Portion Kraft, Kreativität, Ideen und Solidarität dazu." Auch in der Pandemiezeit blieben die kommunalen Aktivitäten unserer Gruppen nicht aus: Es gab die gegenseitige Hilfe, das Kontakthalten untereinander. In Eberswalde (KV Barnim) haben VS-Mitarbeiter die Corona-Not zu einer süßen Tugend gemacht und mit einem mobilen Cafè all jene erfreut, die nicht mehr in die Begegnungsstätten gehen konnten.

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Nicht nur Applaus und warme Worte

Paritätische Gemeinschaft: Tarifabschluss Brandenburg für 2022

Mit dem im Juli vereinbarten Tarifabschluss setzt die Paritätische Tarifgemeinschaft  (PTG) erneut Maßstäbe für gute Löhne in Brandenburg.  Da sich die Wertschätzung der Beschäftigten nicht in Applaus und warmen Worten erschöpfen darf, haben sich die Mitglieder der PTG - unter anderem die Volkssolidarität - mit der Gewerkschaft ver.di erneut auf deutliche Verbesserungen der Entgelte der Beschäftigten geeinigt. Das Verhandlungsergebnis setzt auch im Jahr 2022 wieder durch  überdurchschnittliche Tabellensteigerungen Maßstäbe in der Sozialwirtschaft in Brandenburg. Mit der nun vorliegenden Tarifeinigung liegen die Tabellenentgelte z. B. in der Altenhilfe bereits über dem durchschnittlichen Einkommen vergleichbarer Beschäftigter in westdeutschen Bundesländern. Die überfällige Angleichung der Arbeitsbedingungen und Entgelte zwischen alten und neuen Bundesländern, die bereits mit Einführung des Tarifvertrages im Jahr 2019 stark vorangetrieben wurde, wird somit erfolgreich fortgesetzt.

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Angebot für Alt und Jung

Domscheit-Berg zu Besuch bei der Volkssolidarität in Oranienburg

Je geringer die  Inzidenzzahlen, desto eher kann  auch  Wahlkreisarbeit  wieder  von  Angesicht  zu  Angesicht  stattfinden. So  wurde Anfang Juli aus  einem  ursprünglich  virtuell  geplanten  Termin der  Bundestagsabgeordneten Anke  Domscheit-Berg  (DIE  LINKE)  bei  der  Volksolidarität im Verbandsbereich Oberhavel-Uckermark ein Ortsbesuch. Ihr Gastgeber war Geschäftsführer Paul Redel.  Die Abgeordnete , die sich bei dieser Gelegenheit in den Räumen der Volkssolidarität über die Vereinsarbeit informierte, wollte insbesondere  wissen,   welche zusätzlichen  Schwierigkeiten es  durch  Covid-19  gab. Paul Redel nutzte die Anwesenheit der  Fachpolitikerin  für  Digitalisierung, um außerdem  über den  Stand  und  die  Pläne  rund  um  die Digitalisierung des  Verbandes zu sprechen. Aus diesem Grunde nahm sein Geschäftsführerkollegen Andy Stolz (Verbandsbereich Prignitz-Ruppin), der bei der brandenburgischen Volksolidarität das Thema Digitalisierung begleitet, an diesem Gespräch teil.

Foto: (v.l.)  Anke Domscheit-Berg, Geschäftsführer Paul Redel, Geschäftsführer Andy Stolz

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In den Farben des Regenbogens

Brandenburgische Volkssolidarität für Vielfalt und Toleranz

Potsdam/München.  Vor dem dritten Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei dieser Europameisterschaft betont die Volkssolidarität ihren Einsatz für Vielfalt und Toleranz. "Die Fahne und die Farben des Regenbogens sind  wichtige Zeichen für die Überwindung von Ausgrenzung und Diskriminierung", sagt Ines Große, Vorstandsvorsitzende. Wichtig ist, diesbezüglich ein deutliches Signal auszusenden. Vielfalt ist es, die das Leben für alle lebenswert macht und ist etwas, was unsere Gesellschaft dringend nötig hat. Auch für diese Werte steht der Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarität.

 

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Älter, ärmer, glücklicher

Studie „Zur Situation Älterer im Land Brandenburg“ veröffentlicht

Die lebensälteren Menschen machen in Brandenburg die einzig wachsende
Bevölkerungsgruppe aus, sie sind aber gleichzeitig auch der mit Abstand
zufriedenste Teil der Einwohnerschaft. Dies ist ein Ergebnis der Studie
„zur Lebenssituation Älterer“, die Mitte Juni von Gesundheits- und
Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) vorgestellt worden ist.  Was schon in früheren Studien ermittelt wurde, hat sich bedeutend verstärkt: Die Älteren sind eine wachsende, aber sozial uneinheitliche Gruppe. Es gibt Senioren, die über hohe, über bedeutende oder auch ausreichende Einkünfte verfügen. Und es gibt eine wachsende Gruppe, die „armutsgefährdet“ ist, wie die Betreuerin der Studie Christina Rau bekanntgab. Das betreffe weniger die „Bestandsrentner“, d.h. diejenigen, die schon Jahre oder Jahrzehnte lang Rente beziehen. Anders die "jungen Alten". Rund die Hälfte der neu in die Rente eintretenden Menschen hat weniger als 1000 Euro im Monat, die Armutsgrenze wird derzeit bei 1200 Euro angesetzt.

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