Volkssolidarität


Brandenburg

In Corona-Zeiten: Schutz für Pfleger und Gepflegte

Interview mit Andreas Heil, Vorstandsmitglied Pflege der VS Brandenburg

Herr Heil, müssen Menschen, die gepflegt werden, ihre Angehörigen aber auch Pflegefachkräfte jetzt Angst haben, Angst vielleicht sogar vor der Pflege-Handlung selbst?

Andreas Heil. Da rate ich zur Sachlichkeit aber auch zur Vorsicht. In vielen Fällen verläuft eine Infektion mit dem Corona-Virus ohne Symptome oder mit leichten grippeähnlichen Symptomen. Sicher ist aber auch, dass pflegebedürftige Menschen zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören. Bei ihnen kann das Virus zu einer Lungenentzündung führen. Aus diesem Grund empfehlen wir den Frauen und Männern, die gepflegt werden, ihren Angehörigen sowie auch den Pflegefachkräften Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Worin bestehen die wichtigsten?

Andreas Heil: Zu den Maßnahmen der Vorbeuge gehört, dass der unmittelbare Körperkontakt mit anderen Menschen möglichst vermieden wird. Es ist geraten, einen Sicherheitsabstand von 1 bis 2 Metern einzuhalten. Bevor man als Angehöriger zu einer pflegebedürftigen Person geht, sollten die Hände 30 Sekunden lang mit Seite und gründlich gewaschen werden. Das Gleiche gilt für die pflegebedürftige Person vor dem Essen und  nachdem sie Kontakt zu anderen Menschen hatte.

Foto: Andreas Heil

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Schöne Gaben und gute Vorsätze

Potsdamer Senioren beschenken VS-Einrichtung für betreutes Wohnen

Vor dem Weihnachtsfest haben Potsdamer Mitglieder der Volkssolidarität eine schöne Idee in die Tat umgesetzt. Sie sammelten, sie packten Geschenke und gaben sie kurz vor dem Fest an die Potsdamer Einrichtung für betreutes Wohnen ab. Dort werden aktuell fünf Kinder behütet. Die Aktion sollte ein wenig daran erinnern, das Omas und Opas ihre Enkel beschenken.

Übergeben wurden die Geschenke, die von der Volkssolidarität und der AG Linke Senioren gestiftet waren, gemeinsam mit Bundestagabgeordneten Norbert Müller und der Landtagabgeordneten Isabelle Vandre (beide Linke), die sich ebenfalls mit einem persönlichen Beitrag am Zustandekommen der willkommenden Gaben beteiligt hatten. Auch Gutscheine gehörten zu den Weihnachtsgaben. Corona-bedingt konnten die Kinder ihre Geschenke selbst nicht aus dem Händen der Spender entgegennehmen. Stellvertretend übernahm das die Leiterin der Einrichtung, die sich sehr bei den freigiebigen Senioren bedankt hatte.

Dankbar aufgenommen wurde auch der Vorschlag der Abgeordneten Vandrè, sich nach dem Abflauen der Corona-Pandemie mit der Leitung der Einrichtung zu treffen, um sich über die konkreten Probleme und Bedürfnisse solcher Häuser zu informieren. Inge Gerlach von der VS Potsdam: "Wir Senioren werden darauf achten, dass das keine leere Versprechung bleibt."

Foto (v.l.): Inge Gerlach, Isabelle Vandre, Norbert Müller

Eine alte Bekannte: die Neue

Susanna Karawanskij wurde neue Präsidentin der Volkssolidarität

„Im Mittelpunkt gesellschaftlicher Entscheidungen müssen immer die konkreten Menschen mit ihren Bedürfnissen stehen. Dabei müssen wir vor allem diejenige im Blick haben, die Hilfe benötigen, weil sie keine Lobby haben." Als vor einigen Tage die Bundesdelegiertenversammlung der Volkssolidarität die LINKEN-Politikerin Susanna Karawanskij zur neuen Präsidentin gewählt hatte, übrigens in ihrer Heimatstadt Leipzig, betonte sie ferner, das solidarische Miteinander - Füreinander seien Grundprinzipien des traditionsreichen Sozial- und Wohlfahrtsverbandes. Und das sei etwas, "mit dem ich in Leipzig aufwachsend groß geworden bin und wofür sich in meinen Augen auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu kämpfen lohnt.“ Die neue Chefin der Volkssolidarität wurde mit 82 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt und tritt damit die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Wolfram Friedersdorff an.

Bild: Susanna Karawanskij nach ihrer Wahl       Foto: Große

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Ergebnisse unter erschwerten Bedingungen

Interview mit Herbert Burmeister, Bundesvorstand der Volkssolidarität

Herr Burmeister, unter aktuell erschwerten Bedingungen fand Mitte Oktober in Leipzig die Bundesdelegiertenversammlung der Volkssolidarität statt.  Was waren die wichtigsten Themen?

Herbert Burmeister: Die Tagesordnung war zwar übersichtlich, aber es ging um äußerst wichtige Angelegenheiten. Nach dem angekündigten Rücktritt unseres Präsidenten Dr. Wolfram Friedersdorff galt es die Nachfolge zu regeln. Ebenso musste ein Bundesvorstandsmitglied nachgewählt werden.  Per Wahl in das Gremium aufgenommen  wurde Andreas Lasseck aus Sachsen. Nicht in der Einladung vermerkt, aber von allen Delegierten sehr begrüßt, galt es zum Abschluss über den Antrag abzustimmen, den scheidenden Präsidenten zum Ehrenpräsidenten zu wählen. Das Abstimmungsergebnis war Ausdruck der großen  Wertschätzung der Arbeit von Dr. Friedersdorff. Mindestens ebenso bedeutsam war die Entscheidung über die zukünftige Finanzierung des Bundesvorstandes bis zum Jahre 2025. Zum letzteren lagen den Delegierten mehrere Vorschläge zur Abstimmung vor. Daneben gab es einen Antrag zur Änderung und Ergänzung der Satzung sowie zur Änderung der Geschäfts- und Wahlordnung für Bundesdelegiertenversammlungen (er wurde mehrheitlich angenommen).

Foto: Herbert Burmeister

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Ein Markenzeichen, das nicht untergeht

Film im Internet: Zum 75. Geburtstag der Volkssolidarität

"Mit meinem Eintritt in die Volkssolidarität im Jahre 1960 wollte ich einfach nur meine Achtung vor den Leistungen der ehrenamtlichen Helfer aus unserem Wohnbereich ausdrücken, die sich vorbildlich um ältere Menschen kümmerten. 30 Jahre danach, im Jahr der politischen Wende, ging es mir um die VS als Ganzes. Ich wollte nicht, dass dieses von  Solidarität geprägte Markenzeichen der DDR  untergeht. Das ist uns, den vielen ehren- und hauptamtlichen Akteuren, gemeinsam gelungen." Mit diesen Worten wandte sich Inge Gerlach nicht an ein Auditorium, sondern an ein Filmteam, das einen Imagefilm zum 75. Geburtstag der Volkssolidarität gedreht hat. Frau Gerlach aus Potsdam tritt als Protagonistin für den Landesverband Brandenburg auf. Sie ist gewissermaßen der Brandenburg-Teil des filmischen Werkes.

Das Video kann bei Youtube angeschaut werden unter: https://www.youtube.com/watch?v=IW_xojbIfYM

Foto: Inge Gerlach bei der Vorbereitung für ihren Auftritt

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Weite Wege und viele Unterschiede

Altenpflege-Ausbildung: Als Griechin in einem Pflegedienst der VS

Ein weiter Weg. 19 Stunden fährt man mit dem Auto von Deutschland nach Griechenland. Symela Sarigiannidou ist ihn in diesem Sommer wieder gefahren - als es die Corona-Lockerung gestattete. Aber sie kam wieder zurück in ihre neue Heimat. Ihr bisheriger Lebensweg war auch kein kurzer. Er führte vom griechischen Tessaloniki über die Insel Kreta, die Hauptstadt Athen bis ins brandenburgische Teltow. Und von dort in einen Pflegedienst der Volkssolidarität.

Symela Sarigiannidou - das liegt schwer auf der deutschen Zunge. Aber natürlich ist  - umgekehrt - die deutsche Sprache auch für sie nicht gerade leicht. Das erfuhr sie, nachdem sie vor sechs Jahren - ihrer ältesten Tochter folgend - nach Deutschland übersiedelte. Vor einem Jahr begann sie eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Ihre große Tochter studiert in Berlin, die jüngere geht in die siebte Klasse. "Da dachte ich mir, du kannst etwas Neues lernen, und vielleicht auch einmal mehr Verantwortung übernehmen". Sie bewarb sich erfolgreich um einen Bildung-Gutschein bei der Agentur für Arbeit.

Foto: Symela Sarigiannidou

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#GutesimSinn-Spendenaktion für Corona-Hilfen

Spenden für von Isolation betroffene Bewohner/-innen in der Pflege

Liebe Freundinnen und Freunde der Volkssolidarität, liebe VS-Mitglieder, mit unserer Spendenaktion #GutesimSinn können wir auch während der Corona-Krise überall dort helfen, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Durch den Einsatz von Spenden für unsere von Isolation betroffenen Bewohner/-innen in der Pflege können die wichtige Kommunikation mit Angehörigen aufrechterhalten sowie unsere Pflege- und Betreuungskräfte entlastet werden. 

Das Corona-Virus sorgt für die schwerste Krise der Bundesrepublik Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg. Gerade ältere Menschen leiden momentan sehr darunter, ihre Angehörigen und Freunde nicht mehr sehen zu dürfen. Unsere hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen in den Pflegediensten engagieren sich Tag und Nacht, um die Versorgung, Pflege und Betreuung von fast 40.000 hilfebedürftigen Menschen in dieser schweren Zeit sicherzustellen.

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Weltgesundheitstag: Volkssolidarität mahnt

Menschlichkeit auch in schwierigen Situationen bewahren

Mit der dringenden Mahnung, auch unter den schwierigen Bedingungen in der gegenwärtigen Pandemie die Menschlichkeit zu bewahren, wendet sich die Volkssolidarität an die Öffentlichkeit  in Brandenburg. Der Weltgesundheitstag am  7. April  sollte Anlass sein,  das Menschenrecht auf medizinische Betreuung uneingeschränkt zu betonen und zu verteidigen, sagte die Verbandsratsvorsitzende des Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e. V. Bettina Fortunato. Vor dem Hintergrund, dass die grassierende Corona-Pandemie vor allem ältere Menschen bedroht, müsse man ihnen  Fürsorge und Unterstützung angedeihen lassen und sie ihnen nicht etwa versagen, fuhr die Verbandsratschefin fort. Diese Generation habe mit ihrer Hände Arbeit den Reichtum der heutigen Gesellschaft geschaffen und sie habe ein Anrecht auf ein Maximum an Schutz vor Ansteckung und - im Krankheitsfall - auf gute Pflege. Die strikte Einhaltung der Kontaktbeschränkungen durch jüngere Menschen, die vielleicht nicht in erster Linie Opfer von Corona seien, wäre da nur ein Beitrag, wenngleich ein bedeutender. 

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Die Volkssolidarität sagt danke

Von Bettina Fortunato, Verbandsratsvorsitzende

Liebe Freundinnen und Freunde der Volkssolidarität in Brandenburg,

ich sitze gerade auf der Veranda und schaue in den schönen Garten, der mit all seinen Frühlingsdüften lockt. Jetzt wäre ja die Zeit, Freunde einzuladen, einen Plausch zu machen oder andere schöne Dinge zu tun. Aber all dies darf nicht sein,  wir stecken mitten in der Corona-Pandemie. Unsere Verbindungen mit unserem vertrauten Umfeld sind begrenzt. Zum Schutz aller. Unsere Familien und Freunde werden auf eine harte Probe gestellt. Das klappt mit viel Phantasie und Geduld. Aber es tut nicht selten weh. Es gibt viele Menschen unter uns, denen diese Zeit das Äußerste abverlangt. Die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in der Volkssolidarität stoßen bei ihrer Arbeit täglich an die Grenzen des Zumutbaren. Manchmal ist es für sie  kaum auszuhalten. Dafür, dass sie dennoch alles geben und die ihnen anvertrauten Seniorinnen und Senioren, ihre Patienten und Klienten nicht im Stich lassen, möchte ich allen an dieser Stelle herzlich Dank sagen.  

Foto: Bettina Fortunato (li.) mit VS-Geschäftsführerin VB Oderland Petra Schneider

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Aufruf zum Landeswandertag der VS

Treff am 12. September im Oranienburger Tier- und Freizeitpark

Erneut bereitet die Volkssolidarität Landesverband Brandenburg einen Jahreswandertag vor. Er ist nach einer nunmehr erforderlich gewordenen Verschiebung (aufgrund der Corona-Gefahr) für den 12. September geplant und wird diesmal in Oranienburg/Ortsteil Germendorf stattfinden. Der Weg unserer Wanderung führt entlang des Tier-, Freizeit- und Saurierparks. Wer den Park kennt, weiß, wie interessant und vielseitig diese Anlage ist, und wird sie sicher in guter Erinnerung behalten haben. Wir rufen Mitglieder und Freunde der Volkssolidarität und auch ihre Verwandten dazu auf, sich am Wandertag zu beteiligen. Das soll vor den Grenzen des Bundeslandes Brandenburg nicht halt machen, gern begrüßen wir auch Wanderfreunde aus anderen Bundesländern.  Lassen Sie uns alle dazu beitragen, dass diese Veranstaltung wieder ein Erfolg wird. Die Anschrift des Parks lautet: An den Waldseen 1a, 16515 Oranienburg, Ortsteil Germendorf. Interessenten können sich in ihrer Geschäftsstelle der Volkssolidarität anmelden, wo sie auch gern beraten werden (s. unten).

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