Volkssolidarität


Sachsen

Wie mit Infektionen bei Kindern umgehen?

Die Ministerien für Kultus und Soziales geben Eltern Empfehlungen

Zusammen besiegen wir Corona - diese Aufschrift trägt ein Stein, der als Regenbogen bemalt wurde.Mit Blick auf die bevorstehende Erkältungszeit stellt sich angesichts der Corona-Pandemie für viele Eltern die Frage: Wie umgehen mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kita-Kindern? Die sächsischen Staatsministerien für Kultus und Soziales haben am 16. September Empfehlungen veröffentlicht, die Müttern und Vätern als praktische Hilfestellung dienen sollen: Möglich ist der Kitabesuch zum Beispiel, wenn Kinder Schnupfen oder Halskratzen haben ohne weitere Krankheitszeichen.

 

Möglich ist der Kitabesuch, wenn …

  • Kinder Schnupfen oder Halskratzen haben ohne weitere Krankheitszeichen
  • bei ihnen Symptome wie Husten bekannt sind und auf eine nicht-infektiöse Grunderkrankung zurückgehen wie etwa Asthma

 

Nicht möglich ist der Kitabesuch, wenn …
Corona-typische Symptome vorliegen wie

  • Fieber ab 38 °C
  • Husten
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • allgemeines Krankheitsgefühl (Erschöpfung, Kopfschmerzen)
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

 

Ob ein Besuch beim Kinderarzt erforderlich ist, liegt in der Entscheidung der Eltern. Bei Zweifeln können sie sich an den Arzt ihres Vertrauens wenden oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter der Tel. 116117.


Handlungsübersicht (Stand 16.9.20) von den Staatsministerien für Kultus und für Soziales und gesellschaftlichen ZusammenhangHat ein Kind ein coronatypisches Symptom, soll den Ministerien zufolge ein Test durchgeführt werden. Zeigt ein Kind hingegen allgemeine Symptome ohne klaren Corona-Verdacht, muss es mindestens zwei Tage zur Beobachtung zu Hause bleiben. Bevor es in die Kita darf, muss es mindestens 24 Stunden ohne Fieber sein und sich gesund fühlen.


Gesunde Geschwisterkinder können die Kita auch dann weiterhin besuchen, wenn Bruder oder Schwester leichte Krankheitssymptome haben.


Hatte ein Kind persönlichen Kontakt zu einer nachweislich coronainfizierten Person, entscheidet das Gesundheitsamt, ob der Kitabesuch möglich ist oder nicht.


In ihren Empfehlungen betonen die Ministerien: „Eine Beseitigung jeglichen Restrisikos einer Coronavirus-Infektion ist nicht möglich.“ Gemeinsames Ziel müsse es sein, die Übertragungsraten möglichst zu reduzieren, indem die Hygienemaßnahmen unbedingt einzuhalten seien. „Ein Ausschluss von Kindern bei leichten Krankheitssymptomen ist dagegen nicht hilfreich.“


Die sächsischen Ministerien weisen darauf hin, dass diese Empfehlungen auf dem Infektions- und Wissensstand vom 16. September beruhen. Ändern sich Pandemiegeschehen und wissenschaftliche Erkenntnisse, kann eine Anpassung der Empfehlungen jederzeit erforderlich werden.

 

Weitere Informationen unter www.bildung.sachsen.de/blog