Volkssolidarität


Sachsen

16 Prozent der VS-Kinder in Notbetreuung

Kitas und Horte öffnen nur für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Jobs

Aushang an Kita-Tor: Betreten nur mit Mund-Nasen-Schutz.Seit Beginn des harten Lockdowns am 14.12.20 besuchen im Schnitt 550 Kinder täglich die Notbetreuung des Regionalverbands Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen (VS). Das sind weniger als ein Fünftel der 3.500 Kinder, die normalerweise in den 21 Kitas und Horten des Vereins betreut werden. Mit dem harten Lockdown in Sachsen wurden alle Kitas und Horte geschlossen. Nur Eltern mit speziellen – zur Versorgung der Gesellschaft unerlässlichen – Berufen dürfen ihre Kinder zur Notbetreuung bringen.

 

Im Vergleich zum Lockdown im Frühjahr ist dieser Personenkreis etwas erweitert worden. So zählen nun zum Beispiel Notare, Rechtsanwälte und Bankangestellte dazu ebenso wie Steuerberater, Mitarbeiter an Flughäfen und Personen, die dienstlich mit der Test- und Impfstrategie zu tun haben.

Die Verpflegung in den Kindertageseinrichtungen des Regionalverbands ist laut VS-Vorstand Sven Krell abgesichert. Anders als beim Lockdown im Frühjahr wird die vereinseigene Kitaküche auf der Radebeuler Nizzastraße diesmal ihren Betrieb aufrechterhalten.

Was die Kita-Beiträge von Eltern ohne Anspruch auf Notbetreuung angeht, gibt es momentan noch keine Regelung. Offen ist, ob das Land Sachsen oder die jeweilige Kommune die Kosten für die Kita-Beiträge übernimmt.

Unterdessen kommt es in den Einrichtungen des Regionalverbands nach wie vor zu Coronainfektionen. Etliche Kinder und ErzieherInnen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.

Notwendig ist der harte Lockdown aufrund der hohen Covid-19-Infektionszahlen in Sachsen. In den VS-Einrichtungen ist seit Mitte Oktober ein starker Anstieg zu verzeichnen.

Der Lockdown ist vorerst bis zum 10. Januar festgelegt.